Virginia Mukwesha
Sununkugai-Musik aus Zimbabwe
Haundizive: Platz 12 – World Music Charts Europe – September 2009
Zwanzigtausendjahrealte Musik als modernen Pop spielen, ein 1500 Jahre altes Leadinstrument benutzen und dazu Lebensweisheit und Angriffs-Lust gegen Männer verbreiten. Immerhin erreichte Virginia Mukwesha damit gerade Platz 12 der World Music Charts Europe. Sie begann ihre Karriere mit zwei radikal verschiedenen Musikstilen: Mbira und Jiti.
Mbira erlernte sie als Jugendliche von der Pike auf zehnstündigen Konzerten auf Ahnenbesessenheitszeremonien. Den Jiti erfand sie, indem sie einen ländlichen Geschlechterkampftanz elektrifizierte und mit modernen Texten die Männerherrschaft in ihrem Heimatland Zimbabwe attackierte – so erfolgreich, dass die von Männern kontrollierten Medien sie boykottierten.
Durch reine Mund zu Mund Propaganda wurde sie mit ihrem Hit-Album Nzira aber zum Undergroundkultstar. Ihre Musik heisst „Sunungukai“ (Sunshinemusic) und lässt sich am einfachsten als Gegenwart der Vergangenheit für die Zukunft beschreiben.
Traditionell und modern sind für Virginia Mukwesha kein Gegensatz, sondern befruchten sich. Aus völlig verschiedenen musikalischen Ingredienzen etwas vollkommen Neues zu kreieren, ist die Kunst von Virginia Mukwesha. Sie bewahrt die Tradition, indem sie sie verändert. und fusionierte ihre beiden radikal verschiedenen Musikstile, sodaß sie mittlerweile als Cultural Ambassador of Zimbabwe allgemeine Anerkennung erfährt. Mit ihrer Mbira umarmt sie die Welt, indem sie Zora, Soukous, Ragga, Soca, Jive, Mbaqanga und andere Rhythmen in ihre Musik integriert. Wie niemand anders in Simbabwe gelingt es ihr, ehemals hinterwäldlerische Buschmusik mit globalem Glamour seriös auf die Bühne zu bringen. |
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„Sie hat erstmals die tranceartigen Mbira-Sounds mit der mitreißenden Tanzmusik des Jiti verschmolzen. Bisweilen humorvolle, bisweilen bissige Geschichten von Freud und Leid afrikanischer Frauen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Musik von Virginia Mukwesha. Vorgetragen zur Mbira, dem afrikanischen Daumenklavier, entsteht so in jedem Konzert ein buntes Kaleidoskop afrikanischen Lebens. Wenn sie auf der Bühne aufspielt, wird das Bild eines Afrika lebendig, das von tiefer Menschlichkeit durchzogen ist und der Zukunft optimistisch entgegengeht.“ TIP/Berlin
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