Das Mukaera Schulprojekt

Das Dorf Mukaera liegt ca. 200 km nördlich der Hauptstadt Harare in Zimbabwe. Es wurde 1969 von einer Frau namens MUKAERA gegründet. Nachdem sie lange Zeit predigend durch das Land gezogen war, beschloss sie, ein festes Dorf mit einer Gemeinschaft zu gründen, die ihre christliche Religion aktiv lebt.

In Mukaera leben unter anderem Saint Bynos Bangura, Barnasia Zvabata und Lacknos Chingwaro die alle schon bei uns zu Gast waren. Vengai Chiwawa und sein Vater Edward wohnen temporär in ihren Häusern dort und auch Eckel Nyamhondoro und Andamiyo Chihota gehören der Gemeinde an. Insgesamt besteht das Dorf aus etwa 100 Familien, die alle sehr kinderreich sind.

Während einiger Besuche bei unseren Freunden im Dorf konnten wir den ganz normalen Alltag vieler Familien erleben. Jeden Morgen schicken sie ihre Kinder um 6 Uhr zur Schule, damit diese nach 2 Stunden Fußmarsch pünktlich um 8 Uhr zum Unterricht erscheinen.

Einen Schulbus gibt es nicht und für viele der 5- und 6-jährigen ist der Weg einfach zu weit. Viele Eltern sind deswegen gezwungen – sofern die Möglichkeit dazu besteht - ihre Kinder zu Verwandten zu schicken, die näher an einer Schule wohnen. Für die kleinen Kinder bedeutet dies zwar einen bequemeren Schulbesuch, aber dafür sind sie oftmals weit weg von ihren Eltern und Geschwistern. Ein ordentliches Familienleben beschränkt sich somit auf die Ferien.

Das Projekt, eine Schule in Mukaera zu bauen, gibt es schon seit Mitte der 90er Jahre. Bereits zweimal wurden dafür Gelder bereitgestellt. Doch wie in vielen anderen afrikanischen Staaten ist auch in Zimbabwe Korruption eine Plage, die nicht nur die Wirtschaft des kompletten Landes ruiniert, sondern auch viele kleine, aber hoch sinnvolle Projekte zunichte macht. So verschwanden die ersten Spendengelder mit einem Mitarbeiter der Regierungsbehörde und die fertigen Baupläne landeten in irgendeiner Schublade.

Im Jahr 2003 gab es eine erneute Zusage, aus neuen Spendengeldern die ersehnte Schule zu bauen. Es wurden Gruben für die Toiletten ausgehoben, mit einem Vorschuss Zement gekauft und Brennöfen für die Ziegelsteine errichtet. Dann kam die Nachricht, dass ein Straßenbauprojekt in einem anderen Ort den Vorzug erhalten sollte und die Bauarbeiter der beauftragten Firma kamen nie nach Mukaera. Die Firmenleitung jedoch bestand auf die Einhaltung ihrer Verträge und blockierte die weitere Verwendung der bereits gelieferten Materialien.

Während unseres Besuches im Oktober 2005 konnten wir die „Baustelle“ besichtigen. Der Regen hatte den Zement in einen riesigen Klumpen steinharten Beton verwandelt, die Baugruben zugeschwemmt und die Baustelle in eine Ruine verwandelt.

Das Projekt, eine Schule in Mukaera zu bauen, gibt es schon seit über 10 Jahren. Bereits zweimal wurden dafür Gelder bereitgestellt. Doch wie in vielen anderen afrikanischen Staaten ist auch in Zimbabwe Korruption eine Plage, die nicht nur die Wirtschaft des kompletten Landes ruiniert, sondern auch viele kleine, aber hoch sinnvolle Projekte zunichte macht. So verschwanden die ersten Spendengelder mit einem Mitarbeiter der Regierungsbehörde und die fertigen Baupläne landeten in irgendeiner Schublade.

Vor drei Jahren gab es dann eine erneute Zusage, aus neuen Spendengeldern die ersehnte Schule zu bauen. Es wurden Gruben für die Toiletten ausgehoben und mit einem Vorschuss Zement gekauft und Brennöfen für die Ziegelsteine errichtet. Dann kam die Nachricht, dass ein Straßenbauprojekt in einem anderen Ort den Vorzug erhalten sollte und die Bauarbeiter der beauftragten Firma kamen nie nach Mukaera. Die Firmenleitung jedoch bestand auf die Einhaltung ihrer Verträge und blockierte die weitere Verwendung der bereits gelieferten Materialien.

Im Oktober 2005 besuchten wir unsere Freunde Bynos und Barnasia in Mukaera und konnten auch die „Baustelle“ besichtigen. Der Regen hatte den Zement in einen riesigen Klumpen steinharten Beton verwandelt, die Baugruben wieder zugeschwemmt und die Baustelle in eine Ruine verwandelt.



Die Verantwortlichen aus dem Schulkomitee teilten uns mit, dass die Dorfgemeinschaft beschlossen hätte, sich nicht länger auf das System zu verlassen, sondern versuchen wollte, die Schule in eigener Regie zu errichten. Allerdings fehlten dazu die erforderlichen Mittel. So war die Idee zu einem Spendenprojekt in Zimbabwe schnell geboren.

Auf unsere Initiative hin wurde dann ein Stufenplan für den Bau erstellt. Im ersten Bauabschnitt sollen ein Unterrichtsgebäude und Toiletten für die Vorschüler und Erstklässler sowie die Lehrer errichtet werden. Alle Handwerkerarbeiten werden – wenn möglich - von den Dorfbewohnern verrichtet.

Die benötigten Gelder für Zement, Ziegel, Sand, Holz, Fertigteile und Handwerkerlöhne haben wir uns gemeinsam mit der Skulpturengalerie Sylt vorgenommen zu sammeln und zur Verfügung zu stellen.

Seit 2006 unterstützen wir das Projekt „Eine Schule für Mukaera“. Bedingung ist, dass die Spendengelder PERSÖNLICH durch uns oder unsere Freunde St. Bynos und Barnasia nach Zimbabwe gebracht werden, ohne Umwege über irgendwelche Behörden. Das Geld wird genau für die geplanten Bauabschnitte zugeteilt. Der bauliche Fortschritt wird vor Ort kontrolliert und dokumentiert.

Es wurde ein neuer Bauplan von einem Architekten erstellt und von der District-Verwaltung genehmigt. Bei Verhandlungen mit der bisher zuständigen Schule kam man überein, dass diese die neue Schule von Mukaera als Tochterschule akzeptiert und mit dem erforderlichen Personal versorgt. Die Lehrer sollen, bis Wohnungen für sie errichtet sind, in den Familien des Dorfes mit untergebracht und verpflegt werden.

Es wurde Zement, Kabel und andere Materialien angeschafft. Die Erdarbeiten, sowie der Aufbau einer eigenen Ziegelbrennerei wurden vorgenommen. Die Löhne für die Handwerker konnten bezahlt werden, Helferarbeiten wurden ehrenamtlich von den Bewohnern Mukaeras ausgeführt.

Bis Oktober 2007 war der Toilettentrakt fertig und der Rohbau für das erste Schulgebäude stand. Mit der Aussicht, dass das Schulgebäude bald fertig gestellt sein würde, nahm zu dieser Zeit bereits Grade Zero (die Vorschule) mit der ehrenamtlichen Unterstützung zweier pädagogisch begabten Dorfbewohnerinnen den Betrieb auf.

Im Frühjahr 2008 waren Toiletten und das erste Schulgebäude fertiggestellt und der Schulbetrieb konnte aufgenommen werden.

Von dem Geld, das unter anderem von den Kindern der Comenius-Schule gesammelt wurde, konnten Materialien für das Dach gekauft, werden, das im Frühjahr 2008 fertig gestellt wurde. Seitdem gibt es ein Schulgebäude und Toiletten und es wird die Vorschulklasse und die erste Klasse in Mukaera unterrichtet.

Im Jahre 2009 folgte ein Gebäude für die Lehrer und ein weiteres für die zweite und dritte Klassenstufe. Mit der Fertigstellung des dritten Gebäudes soll die Bauphase abgeschlossen und der Unterricht für die Vorschule und die Grundschulklassen eins bis vier gewährleistet sein.



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