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Sam Mabeu
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Mit 15 Jahren unternahm Sam Mabeu seine ersten Gehversuche als Bildhauer gemeinsam mit einigen Freunden aus Tafara. Wenig später wurde sein Nachbar, der großartige Amos Supuni, auf Sams offensichtliches Talent aufmerksam und bot ihm an, als Assistent und Lehrling für ihn zu arbeiten.
Nachdem Sam drei Jahren mit Amos gearbeitet hatte, zog er das Interesse von Joseph Muzondo und Taylor Nkomo auf sich, zwei Künstler, die sich international bereits einen Namen gemacht hatten. Sam hatte bei Amos ein sicheres Einkommen, aber ihm war auch klar, dass er etwas verändern musste, wenn er sich weiter entwickeln möchte. Also willigte er ein, als die beiden ihm anboten, eine weitere Lehrzeit bei ihnen zu absolvieren.
Über Joseph und Taylor kamen dann die ersten Kontakte zu den Künstlern von Roy Guthrie’s Chapungu Sculpture Park zustande. Sam blieb etwas mehr als ein Jahr bei den beiden, arbeitete aber auch als Assistent und Finisher für verschiedene Künstler von Chapungu.
1999, als seine Arbeiten schon ein beträchtliches Niveau erreicht hatten, wurde er 1999 eingeladen, sich als Stipendiat für das Chapungu Residency Programme zu bewerben. Sam wurde sofort angenommen und arbeitete für zwei Jahre unter anderem mit Ignatius Zhuwakiyi als eigenständiger Künstler in Chapungu in Msasa.
Roy Guthrie ermutigte Sam nicht nur mit größeren Rohsteinen zu arbeiten, sondern auch, sich weiter mit den anderen Künstlern von Chapungu auseinanderzusetzen, mit ihnen zu kommunizieren und zu konkurrieren, um sich zu verändern, um immer mehr einen unverkennbaren persönlichen Stil zu entwickeln. |
2001 verließ Sam Mabeu Chapungu und arbeitet seitdem als selbständiger Bildhauer in seinem Elternhaus in Mabvuku, knapp 15 km von der Hauptstadt entfernt. Sam verwendet ausschließlich sehr harte Rohsteine, wie Lapidolite und Leopard Rock, am liebsten aber arbeitet er in Springstone.
Im Rohstein sieht er eine verborgene Welt, deren Innerstes sich dem Publikum offenbaren will. Mit seinem Werkzeug folgt er der naturgegebenen Beschaffenheit des Steins, fängt Formen und Ideen ein, die nur für Augenblicke hervortreten und wieder verblassen würden, würde er sie nicht fixieren.
Sam ist ein Mensch voller Ansprüche. Er bezeichnet sich als Visionär mit unendlichem kreativen Potential. Er ist darum bemüht, seine Werke ständig zu reflektieren, aus neuen Perspektiven und unterschiedlichen Abständen zu betrachten. Sam arbeitet nicht mit Wiederholungen und Reproduktionen, obwohl dies einfacher und lukrativer wäre. Er ist um ständige Innovation bemüht und sieht sich noch lange nicht am Ende seiner künstlerischen Leistungsfähigkeit.
Wie er es von seinen Meister erlernte, ist es ihm Anliegen und Verpflichtung, Geschichte und Kultur zu bewahren und Wesen und Motivation der Bildhauerbewegung an die nächste Generation weiterzugeben. Aber er fordert auch von den Jungen, sich Ansprüchen zu stellen, neue Stile, neue Formen und neue Motive zu entwickeln und der zunehmenden Verwässerung der Bildhauerbewegung Zimbabwes entgegen zu wirken.
Die britische Galeristin Vivian Prince bezeichnet seine figurative, gesellschaftsbewusste Arbeit als surrealen Kubismus, die ihre Krönung in einer überaus intelligenten Nutzung des Rohsteins findet. Sam selbst bezeichnet seinen Stil als teilabstrakt. Der Gesamteindruck seiner Skulpturen setzt sich zusammen, aus einer gekonnten Mischung von polierten, grob strukturierten und unbehauenen Strukturen. Sam hat einen hochgradig originären Stil entwickelt und gilt als einer der talentiertesten Künstler der zweiten Bildhauergeneration des Zimbabwes.
Sam Mabeu nahm an Workshops in Südafrika, Deutschland, Großbritannien und Dänemark teil. Seine Werke werden weltweit ausgestellt und verkauft, wobei er besonders in den USA sehr großes Ansehen genießt.
Kurzbiografie
| Geburtstag: |
14. Juni 1977 |
| Geburtsort: |
Lomagundi (Chinhoyi, Zimbabwe) |
| Ethnie: |
Fühlt sich keiner Ethnie zugehörig und will sich davon auch nicht einschränken lassen |
| Mutopo: |
Will sich nicht kategorisieren lassen aufgrund sogenannter afrikanischen Traditionen |
| Bildhauer seit: |
1992 |
| Begann in: |
Tafara, Chapungu Sculpture Park |
| Beeinflusst von: |
Amos Supuni, Joseph Muzondo, Taylor Nkomo, Roy Guthrie |
| Bildhauergeneration: |
2 |
| Familienstand: |
ledig |
| Kinder: |
- |
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| Skulpturen von Sam Mabeu |
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