Zimbabwe Skulptur heute
Frank McEwen und Joram Mariga

Die Entwicklungsgeschichte der Zimbabwe Stone Sculpture ist eng an die Person von Frank McEwen geknüpft.

McEwen wurde 1907 in Mexiko als Sohn eines Kunsthändlers und begeisterten Sammlers traditioneller westafrikanischer Statuen und Masken geboren. Er verbrachte seine Jugend in London und hatte sich mit zwölf Jahren entschieden, entweder Seemann zu werden oder Künstler. Allerdings hatte sein Vater damit weniger im Sinn und schickte ihn nach Cambridge zum studieren.

Mit 18 Jahren beendete Sohn Frank die Diskussion um seine Zukunft und setzte sich nach Paris ab. Er sah sich in den Museen und Galerien um, hielt sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und begann, Kunstgeschichte und Malerei an der Sorbonne zu studieren. Zu seinem Freundeskreis im Paris der 30er Jahre gehörten Matisse, Picasso, Miro, Braque und andere.

Während des Krieges diente McEwen als Verbindungsoffizier der Alliierten Streitkräfte in Algerien. 1945 wurde er Kunstreferent der Britischen Botschaft in Paris, förderte dort unter anderem Henry Moore und organisierte die erste Picasso und Matisse Ausstellung in London. Damit begann er sich als Kenner und engagierter Förderer der damals aktuellen Kunstszene Europas internationalen Ruf zu erwerben.

Als Anfang der 50er Jahre die südrhodesische Regierung Überlegungen anstellte, eine staatliche Kunstgalerie einzurichten, fiel bei der Suche nach einem kompetenten künstlerischen Berater die Wahl auf Frank McEwen. Seine Verdienste um Planung und Fertigstellung der Rhodes National Gallery, seine weitreichenden Kenntnisse der Kunstszene, seine internationalen Kontakte und seine Energie prädestinierten ihn dazu, erster Direktor der neuen Galerie zu werden. Und für McEwen war es die neue Herausforderung, auf die er gewartet hatte.

Nationalgalerie Harare

1957 wurde die Nationalgalerie von Salisbury, eines der schönsten Häuser für Modernen Kunst in Afrika, offiziell eröffnet. Für die Eröffnungsausstellung, „Von Rembrandt bis Picasso", lieh McEwen über 350 Arbeiten europäischer und afrikanischer Künstler aus Museen der ganzen Welt und präsentierte damit die beste Sammlung zeitgenössischer Kunst die je auf der südlichen Erdhalbkugel gezeigt wurde.

McEwen faszinierten die „primitiven Einflüssen" afrikanischer Kunst, die ausgeprägt und unverkennbar in vielen Werken der europäischen Moderne zu finden waren. So wuchs seine Idee, Kunst mit künstlerisch unvoreingenommenen Afrikanern zu schaffen.



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