Zimbabwe Skulptur heute
Tom Blomefield und Tengenenge
Die Verbindung mit Frank McEwen, dem Direktor der National Galerie, hielt allerdings nur drei Jahre. Trotz Übereinstimmung in puncto Freiheit und Individualität, verfolgten McEwen und Blomefield unterschiedliche Ansprüche und Zielrichtungen.
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Blomefields Ansprüche waren weniger elitär, sein Hauptanliegen war stets, den Bewohnern seines Dorfes, zu dem seine Farm inzwischen angewachsen war, eine Lebensgrundlage zu bieten und weniger, die Kriterien von Ästhetik und künstlerischer Authentizität zu diskutieren.
Nachdem McEwen einige Arbeiten aus Tengenenge, darunter Stücke von Bernard Matemera, zurückgewiesen hatte, distanzierte sich Tom Blomefield von der Nationalgalerie und weigerte sich Werke seiner Bildhauer weiterhin dort auszustellen.
Erstes Resultat war, dass Kunden und Interessierte nun selbst nach Tengenenge kamen. Die Künstler erlebten, welche Begeisterung ihre Arbeiten auslösten, wurden davon angesteckt und machten voller Enthusiasmus weiter.
Da Tom Blomefield aber nach wie vor darauf angewiesen war, Umsatz zu machen, mussten neue Märkte erschlossen werden. In den Anfangsjahren Tengenenges hatte er einen „makuwa" angelegt, einen Skulpturenfriedhof, auf dem die Stücke gesammelt wurden, die durch die strengen Auswahlkriterien von Mr. McEwen gefallen waren.
In Südafrika fanden diese Skulpturen eine derartige große Beachtung, dass Blomefield sie direkt von der Ladefläche seines Lkws verkaufen konnte. Mit einer eigenen Galerie im Meikles Hotel in Salisbury und Verkaufsausstellungen in Malawi und Mocambique hatte Blomefield den Grundstein für die erfolgreiche Vermarktung seiner Skulpturen schließlich selbst gelegt.
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