Zimbabwe Skulptur heute
Tom Blomefield und Tengenenge
Als Zimbabwe 1980 unabhängig wurde, versuchte Tom Blomefield seine Kooperative wiederaufzubauen. Für eine Reihe von Künstlern hatte der Gedanke, wieder in das Dorf im Busch zu ziehen, aber wenig Verlockendes. Blomefield hatte ihnen während des Krieges in Harare Häuser vermittelt und versorgte sie mit Stein. Einige waren wohlhabend geworden und wollten unabhängig bleiben. Der Wiederaufbau von Tengenenge ging nur sehr schleppend voran. Einen kleinen Boom gab es zwar wegen der vielen Korrespondenten und Journalisten, die sich nach Kriegsende in Zimbabwe aufhielten, aber bald folgte eine erneute Talsohle.
Dann setzte Blomefield ein Signal. Er war mittlerweile fast mittellos und beschloss ganz und ständig mit seinen Künstlern zu leben. Mit ihm kehrte Bernard Matemera zurück, ebenso Makina Kameya und Wazi Maicolo. Andere wie Fanizani Akuda entschieden sich, zwar in ihren eigenen Werkstätten zu bleiben, ihre Stücke aber wieder in Tengenenge auszustellen und die Gemeinschaft damit am Erlös zu beteiligen.
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Auf der Suche nach neuen Kunstformen fanden ausländische Museen und Galerien nach Zimbabwe. Große internationale Ausstellungen in Europa und USA, begleitet von einer Vielzahl von Veröffentlichungen sorgten für eine weltweite Begeisterung für die Steinskulpturen aus dem Bildhauerdorf Tengenenge.
Heute ist Tengenenge in vielerlei Hinsicht ein besonderes Zentrum innerhalb der afrikanischen Kunstwelt. Die „Shona Skulptur" wird als eine der „reinsten Kulturentwicklungen des letzten Jahrhunderts“ bezeichnet, innerhalb der Tengenenge als eine „eigenständige Bewegung“ angesehen wird.
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