Zimbabwe Skulptur heute
Frank McEwen und Joram Mariga
Nach anfänglicher Begeisterung stand jedoch die weiße Öffentlichkeit des Landes seiner Arbeit zunehmend feindselig gegenüber. Die Künstler standen im Ruf, eine politisch motivierte Gruppe zu sein, und es wurde keine Gelegenheit ausgelassen, ihnen das Leben schwer zu machen. John Takawira beispielsweise wurde verhaftet, als er Steine transportierte, was die Polizei als Provokation auslegte.
Am 11. November 1965 erklärte die Regierung von lan Smith einseitig die Unabhängigkeit Rhodesiens. Die Spannungen zwischen den Rassen verschärften sich und die Apartheid wurde institutionalisiert. Trotz der Tatsche, dass einzig der Verkauf von „Shona Skulpturen" als regelmäßige Einkommensquelle den Fortbestand der Nationalgalerie sicherte, bereiteten die ständigen Angriffe der weißen Behörden und die rückläufige finanzielle Unterstützung McEwen zunehmend Schwierigkeiten.
Der Hilfe befreundeter Rechtsanwälte und der Mitglieder des Gremiums der Nationalgalerie und nicht zuletzt McEwens Entschlossenheit und Beharrlichkeit war es zu verdanken, dass die Freiräume seiner Künstler noch weitgehend erhalten blieben. 1973 dann hatte sich die politische Situation in Rhodesien derartig verschärft, dass Frank McEwen sich gezwungen sah, seinen Workshop zu schließen und das Land zu verlassen.
Frank McEwen hatte mit seiner Arbeit seinen Künstlern nicht nur Raum, Material und finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt. Er gab denen, deren Werte, Traditionen und Kultur in all den Jahren der Kolonialherrschaft unterdrückt, ignoriert und verachtet wurden auch ein Stück ihrer afrikanischen Identität zurück und trug erheblich zur Steigerung des Selbstwertgefühls aller afrikanischen Bewohner Rhodesiens bei. |
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